Sozialer Beruf? – Nein Danke!

In den letzten zwei Wochen hatte ich sehr besondere und anregende Gespräche mit einem leidenschaftlichen, selbstständigen Hundeschulinhaber, einer engagierten angestellten Führungskraft und einer lebensbejahenden Erzieherin in Mutterschutz. Es ging um Themen, welche bei mir immer wieder hochkommen. Die Bezahlung bestimmter Berufe,  das Gefühl der ungerechten Einkommensverteilung und die Wertigkeit wofür wir Geld ausgeben. Dies hat mich zu diesem Blogartikel motiviert.

Denjenigen denen wir unsere Kinder anvertrauen z.B. KindergärtnerInnen, ErzieherInnen sind wir nicht bereit ein Spitzengehalt zu zahlen. Es ist ja ein sozialer Beruf. Die bekommen dafür etwas, was man für Geld nicht kaufen kann, ein Lächeln, ein Stück kindlicher Phantasie, Sie dürfen bei Ihrer Arbeit basteln, sind viel an der frischen Luft. Und Kinder, na ja, die können ja nicht so schwer zu handhaben sein. Im Gegensatz zur Entwicklung von Apps, der Reparatur von Elektrogeräten oder dem Managen von Investmentfonds… Weiterlesen

Ein Mann mit ganz besonderen Fähigkeiten

„Anders als sehr, sehr gute Basketballer“, so der Reporter.

Stephen Curry füllt die Hallen schon zum Aufwärmtraining und selbst Dirk Nowitzki ist ein Fan von ihm. Mir hat es die Besonderheit seiner Fähigkeit und seine Art damit umzugehen angetan. Er wirft 3er am laufenden Band. Für alle, die mit Basketball nichts am Hut haben oder vom Schulsport negativ geprägt sind: ein 3er ist ein Wurf, der von besonderer Weite in den Korb geworfen wird und dafür die höchste Punktzahl erhält.

Stephen Curry ist eigentlich zu klein für Basketball, er hätte sich mit seinem Talent für andere Sportarten entscheiden können oder einen „anständigen“ Beruf lernen können. Oft übersieht man als Fan wieviel die Leute auf sich genommen haben um ein Superstar zu sein. Und vor allem, was sie weiter auf sich nehmen um das zu bleiben. Weiterlesen

Für die Kollegen die nicht mehr da sind

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Bei meinem letzten Artikel habe ich eine Geschichte über den letzten Tag im Arbeitsleben veröffentlicht. Und jetzt, geht es auch um den letzten Tag im Arbeitsleben. Einen Wendepunkt im Berufsleben, wie ich ihn nicht auf dem Schirm hatte, als ich mir überlegte worüber ich so schreiben werde. Wendepunkte durch Neuorientierung, Stellenwechsel, durch Schwangerschaft, durch Krankheit,…doch durch Tod?!

Vielleicht weil es sich um keinen Wendepunkt handelt, sondern einen Endpunkt. Für den Betroffenen selbst. Doch was ist mit den Leuten um einen herum? Für sie ändert sich vieles. Weiterlesen

Der letzte Arbeitstag im Berufsleben und ein Korb voller Rosen

Heute möchte ich Sie mit einer schönen Geschichte zum Nachdenken anregen, inspirieren, vielleicht auch zu Tränen rühren. Es geht dabei um einen ganz besonderen Wendepunkt im Berufsleben, nämlich den letzten Arbeitstag bevor es in die Rente geht. Lehnen Sie sich zurück, nehmen Sie sich Zeit. Die Geschichte wurde von Birgit Kummer geschrieben und am 25.10.2008 in der „Thüringer Allgemeine“ veröffentlicht.

„Zugfahren geht schnell, wenn man Glück, und ist bequem, wenn man einen Platz hat. Selten aber passiert eine Geschichte wie die, die sich in einem ICE zwischen Berlin und Leipzig zugetragen hat. Da betrat eine Frau Anfang 30 mit zwei etwa 10 und zwölf 12 alten Kindern den gut besetzten Speisewagen, am Arm einen großen Korb voller Rosen. Mit freundlicher Stimme fragte sie, ob ihr die Anwesenden einen Moment Aufmerksamkeit schenken würden. Weiterlesen

Eine Doktorarbeit schreiben…letzter Teil

Welche besonderen Reaktionen anderer Leute hast du dir eingeprägt?

Besonders glücklich war ich, als ich es geschafft hatte einen Entscheidungsbaum zu programmieren! Mit Ja und Nein Button und schlussfolgernder Handlungsempfehlung. Voller Stolz führte ich diesen meinen Kindern vor, woraufhin meine 9-jährige Jüngste meinte: „Mama, du bist voll kindisch.“

Und weiterhin als mein Chef mir meinen absoluten Tiefpunkt am Schreibtisch ansah und sagte: „Wir gehen jetzt einen Kaffee trinken.“ Und dort unterhielten wir uns dann über alles andere nur nicht die Doktorarbeit. Danach ging es mir viel besser. Weiterlesen

Eine Doktorarbeit schreiben… Teil 2

Lesen Sie heute die Fortsetzung des Interviews. Ich wünsche viel Vergnügen!

Wie waren deine persönlichen Rahmenbedingungen während du an deiner Doktorarbeit gearbeitet hast?

Na ja, nicht ganz so rosig. Ich hatte zu Beginn der Doktorarbeit 4 Kinder, die Jüngste war 5 und der Älteste 12, war verheiratet, arbeitete in einem Teilzeitjob und war ehrenamtlich als Finanzvorstand im örtlichen Fußballverein tätig.

Positiv war, dass die Doktorarbeit eng verknüpft war mit dem Forschungsprojekt, so dass sich Synergien ergaben. Jedoch war dort genügend zu tun und außerdem hielt ich auch noch Vorlesungen, so dass sich die Arbeit auf meine Freizeit und somit überwiegend auf die Abend- und Nachtstunden konzentrierte.

Von den gesamten 4,5 Jahren habe ich zum Ende hin etwas mehr als 1,5 Jahre reine „Schreibzeit“ benötigt, die andere Zeit war für Forschungsarbeit, Recherche und Veröffentlichungen im Hinblick auf die Doktorarbeit. Weiterlesen

Eine Doktorarbeit schreiben und wie aus einem Traum ein Ziel wird

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Vor kurzem saß ich mit meinen Freundinnen zusammen. Die Coachin unter uns sagte „Während der Schulzeit haben wir zu Lehrern oder jemand mit Doktortitel voller Respekt oder Ehrfurcht aufgeschaut. Und jetzt haben wir diese Berufe mitten unter uns.“ Und die Kriminaloberkommissarin unter uns ergänzte „Und siehe da, es sind auch nur Menschen.“ Und die Lehrerin sagte: „Respekt vor Lehrern, schön wärs!“.

Im heutigen Blogbeitrag hat sich die Freundin, welche sich den Doktortitel erarbeitet hat, zu einem Interview bereit erklärt.

Ich verfolge mit dem Artikel das Ziel, dass Sie von Ihren Erfahrungen profitieren können, Wissen hinzugewinnen, was eine Doktorarbeit bedeutet und einen sehr persönlichen Eindruck gewinnen, welche Leistung dahintersteckt.

Da das Interview viele Informationen birgt, werde ich es auf 3 Erscheinungen im Februar aufteilen. Ich wünsche eine gute Lektüre von Teil1 ! Weiterlesen

Ne Prise Zimt – von beruflicher Motivation und leidenschaftlichen Berufsmusikern

DSCN0948Kennen Sie Pe Werner? Viele verbinden mit ihr noch immer den Titel „Kribbeln im Bauch“.  Für mich ist sie viel mehr. Ich bin ihr Fan geworden und empfinde sie als wichtige Begleiterin meiner Zeit.

1 plus 1 macht 3

Letzten Monat war ich auf ihrem Konzert in Pforzheim und wie immer begeistert. Aber es geht mir nicht darum, sie Ihnen schmackhaft zu machen, denn Musik ist Geschmackssache. Vielmehr ist mir dieses Mal so richtig bewusst geworden, wie wundervoll es ist wenn einzelne Personen sich auf Ihre Talente besinnen und somit aus 1+1=3 werden. Ich meine damit, wie durch das Zusammentun Einzelner, das Ergebnis kraftvoller werden kann als das Soloprodukt. Weiterlesen

Auf zu neuen Wegen – von der Sachbearbeitung zur Mitarbeiterverantwortung

„Das ist der perfekte Job für mich!“ So bezeichnet Frau Quadrano Ihre aktuelle Stelle in unserem Interview. Voraus ging der bisher gewagteste Wendepunkt in ihrem Berufsleben. Sie ist gerade mal 43 Jahre jung und arbeitet schon seit 25 Jahren bei einem renommierten und alteingesessenen Versandhandelsunternehmen in Pforzheim. Das schafft man nur, wenn man bei dem Betrieb gelernt hat. Für die betriebliche Silberhochzeit gab es eine Prämie und demnächst gibt es noch einen besonderen Jubiläumsempfang.

Warum die Veränderung?
Sie ist jetzt Gruppenleiterin und hat 37 Mitarbeiter – größtenteils Frauen -, zu führen. Die Stationen davor: kaufmännische Sachbearbeiterin und Mitarbeiterin im Schulungsteam . „Ich war unzufrieden mit meiner letzten Stelle, ging morgens als Riesenmuffel ins Geschäft und hatte keine Lust mehr hinzugehen. Und als sich dann auch noch meine gerade mal 27-jährige Freundin selbstständig machte, dachte ich mir: Das kann nicht alles sein, 2 Jahre Leiden sind genug. Ich möchte etwas ändern.“ Weiterlesen

Geschäftsfrau sein- eine haarige Angelegenheit

Heute Abend war ich Haare schneiden. Ich war zwar 10 Minuten vor Ende der Öffnungszeit da, jedoch sehr willkommen. Ich hatte auch nur vor Haare schneiden zu lassen, keine Dauerwelle oder Färben (aber das konnte die Frisörin zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen).

Es handelte sich um einen Meister- Friseur Laden. Ich finde ihn sehr geschmackvoll eingerichtet.Die Friseurin hat sich mit einer befreundeten Kollegin selbstständig gemacht. Beide sind alleinerziehend. Wow. Selbst als Meisterfriseurin hat sie mir erzählt, bekommt man einen sehr geringen Lohn wenn man angestellt ist. Weiterlesen