Leistungssteigerung der Mitarbeiter durch Pausen und bessere Besprechungen

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Es gibt bei mir schon lange ein Aufregerthema. Sehr regelmäßig höre ich aus Unternehmen von Besprechungen die 3 oder mehr Stunden dauern – ohne eine einzige Pause. Oft geht es nur noch darum „die Tagungspunkte durchzubekommen, dann müssen wir uns nicht nochmal treffen, wir hams gleich, schnell noch die und die Punkte, dann können wir in den wohlverdienten Feierabend“ und gleichzeitig kann man hinterher sagen „ich habe Sie aber in der Besprechung darüber informiert.“

Auf den Inhalt kommt es nach einer gewissen Zeit schon längst nicht mehr an. Keiner hat mehr einen Kopf, sprich die natürlichen geistigen Voraussetzungen um noch mehr aufzunehmen. Kein Wunder, dass viele bei angekündigten Besprechungen die Augen verdrehen und sich von der Arbeit abgehalten fühlen. Zudem wird sehr viel Geld durch unproduktive Zeit förmlich verbrannt und dem Mitarbeiter unnötig Stress aufgehalst, dadurch dass sein „eigentliches“ Geschäft liegenbleibt.

Doch Besprechungen sind doch eigentlich dafür da Lösungen zu finden oder dass Informationen ankommen und es gibt ein großes Potential für Kreativität und Weiterentwicklung wenn Mitarbeiter zusammenkommen. Dieser Schatz wird zu häufig nicht gehoben, obwohl die Häufigkeit an Besprechungen unübertroffen ist.

Wie ist es mit Ihnen? Was halten Sie von Besprechungen?
Und finden Sie Pausen gut und nützlich? Denn das ist der Punkt. Oder gehören Sie auch zu denjenigen, die sich die Mittagspause gerne sparen?

Werden Sie als Führungskraft wieder kreativer mit der Gestaltung von Besprechungen und mutiger mit dem Einbauen oder Einfordern von Pausen.
Ich mache Ihnen einen konkreten Vorschlag für Ihre nächste Besprechung: maximal 60 Minuten Besprechung am Stück, danach 15 Minuten Pause (auf Arbeitszeit als Teil der Besprechung) um danach nochmal ca. 15 Minuten zusammenkommen. Und dann schauen Sie sich an, was sich getan hat.

Als Motivation hier noch eine kleine Geschichte – der Verfasser ist mir leider unbekannt. Ein Wanderer beobachtete auf seinem Weg durch den Wald einen Waldarbeiter, der Baumstämme in kleine Stücke zersägte. Der Arbeiter sägte mit einer alten Handsäge, der Schweiß floss ihm in Strömen über das Gesicht. Dem Wanderer fiel auf, dass der Arbeiter ein altes, abgenutztes Sägeblatt verwendete. „Ihr Sägeblatt ist ja ganz stumpf. Warum schärfen Sie es denn nicht?“, fragte er.
„Schärfen?“, fragte der Arbeiter zurück und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Jetzt? Sie haben Nerven! Sehen Sie nicht die vielen Baumstämme hier? Die muss ich alle bis morgen in kleine Stücke zersägt haben. Glauben Sie im Ernst, da hätte ich Zeit, das Sägeblatt zu schärfen?“

Ihre Sandra Plazibat

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