Auf zu neuen Wegen – von der Sachbearbeitung zur Mitarbeiterverantwortung

„Das ist der perfekte Job für mich!“ So bezeichnet Frau Quadrano Ihre aktuelle Stelle in unserem Interview. Voraus ging der bisher gewagteste Wendepunkt in ihrem Berufsleben. Sie ist gerade mal 43 Jahre jung und arbeitet schon seit 25 Jahren bei einem renommierten und alteingesessenen Versandhandelsunternehmen in Pforzheim. Das schafft man nur, wenn man bei dem Betrieb gelernt hat. Für die betriebliche Silberhochzeit gab es eine Prämie und demnächst gibt es noch einen besonderen Jubiläumsempfang.

Warum die Veränderung?
Sie ist jetzt Gruppenleiterin und hat 37 Mitarbeiter – größtenteils Frauen -, zu führen. Die Stationen davor: kaufmännische Sachbearbeiterin und Mitarbeiterin im Schulungsteam . „Ich war unzufrieden mit meiner letzten Stelle, ging morgens als Riesenmuffel ins Geschäft und hatte keine Lust mehr hinzugehen. Und als sich dann auch noch meine gerade mal 27-jährige Freundin selbstständig machte, dachte ich mir: Das kann nicht alles sein, 2 Jahre Leiden sind genug. Ich möchte etwas ändern.“

Was hat Sie ermutigt?
Frau Quadrano braucht „Abwechslung, einen Grund, 100% fürs Geschäft zu geben und Spaß.“ Dazu nötig waren ein Schubs von ihrer Freundin, ein „Ich möchte Sie für genau diese neue Stelle“ von ihrer Bereichsleiterin und der Austausch mit ihrem Coach. Als sie ihre Bereichsleiterin damals zum Mitarbeitergespräch bezüglich der Veränderungswünsche bat, hatte sie nicht mit dem Angebot für die Position der Gruppenleiterin gerechnet. Bis zur Entscheidung hat sie 2,5kg in 2 Tagen abgenommen.

Hat es sich gelohnt?
„Jetzt hab ich die Chance einen Vorgesetzten darzustellen, wie ich Ihn selbst gern gehabt hätte, und es besser zu machen.“ Frau Quadranos Liebe zur Führung und zu ihren Mitarbeitern ist im Interview deutlich zu spüren: „Es gibt da Leute, die einem vertrauen, für die ich verantwortlich bin und die mich als Rückendeckung haben. Natürlich muss es auch nach oben passen. Ich bin dem Unternehmen gegenüber verpflichtet und habe eigene Vorgesetzte. Beide Seiten gilt es zu vereinbaren. Ich genieße es, umfassendere betriebliche Informationen zu bekommen als früher und diskutiere gerne mit, da ich merke, meine Meinung ist in diesem Betrieb etwas wert.“

Einen kleinen Wendepunkt hat Frau Quadrano inzwischen wieder gebraucht. An einem Homeofficetag, bearbeitet Sie derzeit Sonderprojekte.

Kommentar von workandsoul:
Frau Quadrano ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass einem die eigenen Stärken oft nicht bewusst sind. Wir verhalten uns tagtäglich so, wie wir es gewohnt sind, es ist für uns ja normal. Andere hingegen können sehr genau benennen wovon sie sich bei uns gerne eine Scheibe abschneiden würden. Das ist in der Regel der Hinweis auf unsere Stärken. Was kann ich besser als andere, was fällt mir leicht? In Frau Quadranos Fall: Führungsqualitäten und hohes Verantwortungsbewusstsein.

Leider scheinen wir oft einen gewissen Leidensdruck zu benötigen und einen Anstoss von außen um etwas zu verändern. Bis dahin laufen wir lieber auf gewohnter Strecke.  Zwei Dinge möchte ich Ihnen mitgeben. Erstens, fragen Sie bei nächster Gelegenheit mal Ihren besten Freund-Ihre beste Freundin- was Sie eigentlich am meisten an Ihnen schätzen und ob sie Ihnen ein Beispiel dafür nennen können wo sie das gezeigt haben. „Denk doch mal an….“

Und Zweitens bauen Sie immer wieder „Stopps“ in Ihrem Leben ein, in denen Sie sich bewusst machen: Was passt noch, was nicht, bin ich größtenteils im Gleichgewicht und habe genug Gelegenheiten um fröhlich zu sein?

In diesem Sinne „Leiden ist leichter. Handeln erleichtert.“ Ihre Sandra Plazibat

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