Ein Hoch auf die Jugend!

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Gestern war ich zu Gast beim Mädchenbildungszentrum in Pforzheim (www.maedchenbz.de). Aufgeführt wurde das Theaterstück „Schöner Wahn“.
Darum ging es: Schönheitswahn, Ideale, Unzufriedenheit, Ablenkung und die Frage: „Was fehlt uns eigentlich? Wir müssten doch zufrieden sein!“ – Das beschäftigt Elli, eine junge Frau allein mitten in ihrem Gefühlschaos. Gresa Xhaka, Ferda Uguz und Stefanie Zelinka (14, 17 und 20 Jahre alt) stellen eindrücklich dar, wie genormte Schönheitsideale das Leben junger Frauen beeinflussen und mit welchen Widersprüchen sie in ihrem Lebensalltag zu kämpfen haben. Die Schauspielerin Selda Vogelsang hat die Theatergruppe, an der insgesamt 16 Mädchen teilgenommen haben, geleitet und das Stück für die Mädchen geschrieben. (so die hausinterne Ankündigung des Stückes).

Ich kann Ihnen sagen, ich war und bin  noch immer sehr begeistert! Weiterlesen

Leistungssteigerung der Mitarbeiter durch Pausen und bessere Besprechungen

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Es gibt bei mir schon lange ein Aufregerthema. Sehr regelmäßig höre ich aus Unternehmen von Besprechungen die 3 oder mehr Stunden dauern – ohne eine einzige Pause. Oft geht es nur noch darum „die Tagungspunkte durchzubekommen, dann müssen wir uns nicht nochmal treffen, wir hams gleich, schnell noch die und die Punkte, dann können wir in den wohlverdienten Feierabend“ und gleichzeitig kann man hinterher sagen „ich habe Sie aber in der Besprechung darüber informiert.“

Auf den Inhalt kommt es nach einer gewissen Zeit schon längst nicht mehr an. Keiner hat mehr einen Kopf, sprich die natürlichen geistigen Voraussetzungen um noch mehr aufzunehmen. Kein Wunder, dass viele bei angekündigten Besprechungen die Augen verdrehen und sich von der Arbeit abgehalten fühlen. Zudem wird sehr viel Geld durch unproduktive Zeit förmlich verbrannt und dem Mitarbeiter unnötig Stress aufgehalst, dadurch dass sein „eigentliches“ Geschäft liegenbleibt. Weiterlesen

Zeit für Traurigkeit

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Kennen Sie das? Sie sind traurig und Ihnen ist irgendwie schwer ums Herz.

Sie schauen zum Fenster raus. Der schönste Sonnenschein. Und dann fangen Sie an zu überlegen und sagen sich „ich habe doch gar keinen Grund traurig zu sein. Ich habe doch alles: eine tolle Beziehung, ein tolles Auto, 2 Kinder,  Freunde, was zu essen im Kühlschrank,…“
Und trotzdem bleibt es da, dieses Gefühl. Es passt Ihnen so gar nicht rein, weil Sie neue Angebote für Ihr Unternehmen entwickeln sollten oder weil Sie zu den Kunden am Telefon zuvorkommend und freundlich sein müssen oder ehrlich gesagt, weil es sich nicht gut anfühlt. Sie möchten das Gefühl am besten loswerden, abschütteln. So schnell wie möglich. Und das muss doch auch gehen. Die vielen Ratgeber schreiben davon: Positives Denken. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Heul nicht rum, lebe einfach usw. Weiterlesen

Begeisternde Beratung und das Gegenteil davon

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In der Vorweihnachtszeit durfte ich eine Beratung erleben, die mich sehr begeistert hat. Es war im „Hundeleben“ in Pforzheim. Ich brauchte ein neues Hundegeschirr. Vorher hatte ich im Internet recherchiert und von einem Hundetrainer war mir noch eine bestimmte Marke im Gedächtnis. Also rief ich im Laden an um zu fragen, ob sie solch ein Geschirr da haben. „Ja, war die Antwort, dieses und noch eine große Auswahl mehr. Gerne die von Ihnen gewünschte Marke, allerdings ist diese nicht für jeden Hund die beste Lösung. Je nach Hund, kann ein anderes Geschirr vielleicht viel besser passen und Sie geben weniger aus. Kommen Sie am besten mit Ihrem Hund vorbei und wir probieren es an ihm aus.“ Weiterlesen

Lösung zur Denksportaufgabe

Am Ende meines letzten Artikels habe ich Ihnen eine Denksportaufgabe gestellt. Jetzt haben Sie lange genug auf die Lösung gewartet – immerhin haben wir schon das Jahr gewechselt. Hier kommt die Auflösung:
Die 5 Minuten laufen mit den 10 Minuten über die Brücke.  Macht insgesamt 10 Minuten Zeitbedarf. Danach läuft 5 Minuten zurück. Jetzt laufen die 25 Minuten mit den 20 Minuten über die Brücke. Dann läuft  10 Minuten wieder alleine zurück. Als letzten Lauf, bevor die Brücke einstürzt, laufen 10 Minuten und 5 Minuten auf die andere Seite. Geschafft! Haben Sies herausgefunden? Haben Sie es alleine probiert? Im Internet nachgeschaut? Jemand gefragt? Mit jemand gemeinsam getüftelt? Machen Sie sich bewusst, wie Sie ticken und warum und setzen Sie Ihre Vorgehensweisen bewusst ein – ohne sich dafür zu verurteilen, dass Sie etwas nicht können.

Hier nochmal die Aufgabe: Stellen Sie sich eine Hängebrücke im Dschungel vor. Sie ist schon sehr alt. Das Hanfseil ist sehr dünn, die meisten Bretter fehlen und sind brüchig. Sie und ihre drei Freunde müssen auf die andere Seite, da sie ansonsten im Dschungel sterben müssen. Leider trägt die Brücke nur 2 Personen auf einmal und stürzt in 60 Minuten ein. Es ist Nacht und deshalb benötigen sie zur sicheren Überquerung immer die Taschenlampe. Außerdem sind Sie und Ihre Freunde unterschiedlich schnell. Der Schnellste braucht 5 Minuten zur Überquerung, der Zweite 10 Minuten, der Dritte 20 Minuten und der Langsamste von Ihnen 25 Minuten.

Wie schaffen Sie es vor Einsturz der Brücke auf der anderen Seite anzukommen?

Vom Wert der Zeit

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Ich möchte Ihnen gerne einen Ausschnitt aus dem Buch „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ vorstellen. Ausgangslage der Geschichte ist, dass 1 von 5 Männern das Rentenalter nicht erreichen. Ein Finanzberater nimmt dies zum Anlass und stellt die Frage was Sie als Mann am besten mit 5000 Dollar Steuerrückerstattung machen sollten.

Sollen Sie das Geld anlegen, damit es in 25 Jahren doppelt so viel Wert ist und Sie es auf der hohen Kante haben wenn Sie in Rente sind?

Doch werden Sie überhaupt so alt?

Können Sie das Geld vielleicht so investieren, dass es dazu beiträgt, dass Sie richtig alt werden, eventuell Urgroßvater?

Der Vorschlag im Buch lautet: Investieren sie das Geld in etwas das Ihnen JETZT wichtig ist. Zum Beispiel eine Reise in die Rocky Mountains mit Ihrer Familie. „Wandern, Fischen, Wildwasser Rafting, Lagerfeuer…“ Sie werden dort eine sehr gute Zeit haben und voll schöner Erinnerungen durch gemeinsame Erlebnisse zurückkommen. Und dazu werden auch die gemeinsamen Familienstreitigkeiten, ihren Teil beitragen. Jetzt, wo Ihre Kinder noch mit Ihnen vereisen möchten, jetzt wo Sie gesundheitlich noch fit sind, jetzt wo das Geld tatsächlich auf dem Konto liegt. Und jetzt, wo Sie vielleicht durch den frühen Tod eines Freundes aufgerüttelt sind.  Weiterlesen

Der Urlaub ist vorbei – es wird Zeit zu verreisen!

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Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass eine Diät zwischen Neujahr und Weihnachten stattfinden sollte, wenn Sie erfolgreich sein soll, und nicht zwischen Weihnachten und Neujahr.

Ähnlich empfinde ich es mit dem Urlaub. Das schöne Leben sollte nicht nur im Urlaub stattfinden, sondern zwischen den Urlauben. Stattdessen arbeiten wir vor dem Urlaub nochmal mit Vollgas, damit wir ja alles wegschaffen, sprich wir geben Vollgas wenn der Akku eh schon leer ist. Das ist so, als ob wir nur noch 5 l Benzin im Tank haben und beschließen auf der Autobahn mit 180km/h nach Kroatien zu fahren.

Nein, in dem Fall würden wir beschließen mit 50km/h durch die Stadt zur nächsten Tankstelle zu kommen und da gibt es erstmal nichts Wichtigeres. Keine unnötigen Fahrten.
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Sozialer Beruf? – Nein Danke!

In den letzten zwei Wochen hatte ich sehr besondere und anregende Gespräche mit einem leidenschaftlichen, selbstständigen Hundeschulinhaber, einer engagierten angestellten Führungskraft und einer lebensbejahenden Erzieherin in Mutterschutz. Es ging um Themen, welche bei mir immer wieder hochkommen. Die Bezahlung bestimmter Berufe,  das Gefühl der ungerechten Einkommensverteilung und die Wertigkeit wofür wir Geld ausgeben. Dies hat mich zu diesem Blogartikel motiviert.

Denjenigen denen wir unsere Kinder anvertrauen z.B. KindergärtnerInnen, ErzieherInnen sind wir nicht bereit ein Spitzengehalt zu zahlen. Es ist ja ein sozialer Beruf. Die bekommen dafür etwas, was man für Geld nicht kaufen kann, ein Lächeln, ein Stück kindlicher Phantasie, Sie dürfen bei Ihrer Arbeit basteln, sind viel an der frischen Luft. Und Kinder, na ja, die können ja nicht so schwer zu handhaben sein. Im Gegensatz zur Entwicklung von Apps, der Reparatur von Elektrogeräten oder dem Managen von Investmentfonds… Weiterlesen

Ein Mann mit ganz besonderen Fähigkeiten

„Anders als sehr, sehr gute Basketballer“, so der Reporter.

Stephen Curry füllt die Hallen schon zum Aufwärmtraining und selbst Dirk Nowitzki ist ein Fan von ihm. Mir hat es die Besonderheit seiner Fähigkeit und seine Art damit umzugehen angetan. Er wirft 3er am laufenden Band. Für alle, die mit Basketball nichts am Hut haben oder vom Schulsport negativ geprägt sind: ein 3er ist ein Wurf, der von besonderer Weite in den Korb geworfen wird und dafür die höchste Punktzahl erhält.

Stephen Curry ist eigentlich zu klein für Basketball, er hätte sich mit seinem Talent für andere Sportarten entscheiden können oder einen „anständigen“ Beruf lernen können. Oft übersieht man als Fan wieviel die Leute auf sich genommen haben um ein Superstar zu sein. Und vor allem, was sie weiter auf sich nehmen um das zu bleiben. Weiterlesen